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Medizinische Diskriminierung dicker MenschenMedizinische Diskriminierung dicker Menschen
Medizinische Diskriminierung
Vorenthalten von medizinischer VersorgungVon Lynn McAfee
Gute, unvoreingenommene medizinische Versorgung ist für dicke Menschen keine Selbstverständlichkeit. Viele stellen fest, dass ihnen medizinische Versorgung von ihren Ärzten vorenthalten wird, um sie dazu zu bringen, abzunehmen. Nach einer E-Mail-Umfrage habe ich in einer Woche über 50 Berichte aus erster Hand erhalten, die von Fehldiagnosen, schlechter Behandlung und Missbrauch dicker Patienten erzählen.
Ein Arzt empfahl seiner Patientin: „Nehmen Sie dies hier mit den Mahlzeiten ein“ und fügte geringschätzig hinzu: „Sollte für Sie ja kein Problem sein.“ Ein Kinderarzt schrie seinen 10-jährigen Patienten an: „Du bist zu fett! Entweder du nimmst ab, oder ich stecke dich ins Krankenhaus!“ Unzählige Patienten berichteten von der gefürchteten Diät-Standpauke, selbst wenn ihr vorgebrachtes Anliegen ein entzündeter Schnitt, rauer Hals oder ein verstauchtes Handgelenk war. Bei einer stümperhaften gynäkologischen Untersuchung entließ ein Arzt seine Patientin mit dem Schluss: „Naja, Sie fasst ja wahrscheinlich eh kein Mann an.“ Beinahe scheint es so, als ob Ärzte dicke Menschen von Arztbesuchen abhalten wollten, besonders mit Sprüchen wie „Sie kommen mir nicht wieder, bevor Sie 20 kg abgenommen haben!“