Tagesschläfrigkeit fördert schlechte Ernährung

Wer tagsüber müde ist, greift einer neuen Studie zufolge leichter zu kalorienreichen Nahrungsmitteln. Das Gehirn schafft es dann nicht mehr, seine kontrollierende Wirkung aufrecht zu erhalten.
Schuld an diesem Umstand ist die verminderte Aktivität des präfrontalen Kortex, einer Hirnregion, die vor allem hemmend wirkt. Die zwölf untersuchten Frauen und Männer waren allesamt gesund und hatten ausreichend geschlafen. Probanden, die dennoch tagsüber müde waren, konnten sich beim Anblick des deftigen Essens deutlich schlechter beherrschen.

Colourbox Kalorienbomben zu widerstehen, fällt Ausgeschlafenen leichter
Wer tagsüber müde ist, greift einer neuen Studie zufolge leichter zu kalorienreichen Nahrungsmitteln. Das Gehirn schafft es dann nicht mehr, seine kontrollierende Wirkung aufrecht zu erhalten.
Schuld an diesem Umstand ist die verminderte Aktivität des präfrontalen Kortex, einer Hirnregion, die vor allem hemmend wirkt. Die zwölf untersuchten Frauen und Männer waren allesamt gesund und hatten ausreichend geschlafen. Probanden, die dennoch tagsüber müde waren, konnten sich beim Anblick des deftigen Essens deutlich schlechter beherrschen.

Um diesen Effekt sichtbar zu machen, zeigten die Forscher Versuchspersonen zwischen 19 und 45 Jahren Bilder kalorienreicher Verlockungen, während ein Magnetresonanztomograph ihre Hirnaktivität aufzeichnete. Als Kontrolle dienten Fotos kalorienarmer Lebensmittel sowie von Pflanzen und Steinen. Das Maß der subjektiv empfundenen Schläfrigkeit bestimmten die Forscher mithilfe der Epworth-Skala. Sie gibt an, wie wahrscheinlich ein Mensch während einer bestimmten Tätigkeit, beispielsweise Fernsehen, einschläft.

Das Gehirn entscheidet, ob und was gegessen wird
Es zeigte sich, dass die Aktivität dieser Kontroll-Hirnregion abnahm, wenn sich die Probanden schläfrig fühlten. „Das legt nahe, dass selbst natürliche Müdigkeitsschwankungen in der Lage sind, die Erregungsantworten des Gehirns zu verändern“, sagt Untersuchungsleiter William Killgore von der Harvard Medical School. „Die Hirnantwort spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation der Nahrungsaufnahme, möglicherweise sogar bei der Entscheidung vom Typ, ob und was gegessen wird.“

aus Focus.de

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